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Notavista - Referenzprojekte

Notavista - Referenzprojekte im PDF-Format

online Publikation digitalisierte Notenhandschriften, Komponisten-Manuskripte, Musikhandschriften, Autographe Schubert-Autographe
Publikation digitales Manuskripte und Erstausgaben, Musikautographe, Digitalisate, Komponistenhandschriften Die Oper in Italien und Deutschland zwischen 1770 und 1830
Musikhandschrift, Notenautograph, Komponistenbriefe, Handschrift, Autograph - Veröffentlichung im Internet Publikation der Musikautographe des Arnold Schönberg Centers

Schubert-Autographe - www.schubert-online.at

"Die Möglichkeit der virtuellen Wiedervereinigung auseinander gerissener und an verschiedenen Orten aufbewahrter Manuskriptteile ist die großartigste Leistung von Notavista - ein unverzichtbarer Studienbehelf für jeden Schubert-Freund und Forscher!"
Frau Univ.-Doz. Dr. habil. Walburga Litschauer, Neue Schubert-Ausgabe,
Kommission für Musikforschung, Österreichische Akademie der Wissenschaften


Musikautographe sind empfindlich, wertvoll und schützenswert. Der nur schwer aufzuhaltende Verfall der Originale wird bei jeder Einsichtnahme zusätzlich gefördert. Wissenschaftlern und Musikern, die die Handschriften als Quellen für ihre Arbeit benutzen möchten, gelingt deswegen der Zugang zu ihnen oft nur unter erschwerten und umständlichen Bedingungen innerhalb der Archivräume. Auf Schwarz-Weiss-Kopien, Mikrofilme oder Mikrofiches sind gerade die wesentlichen Details meist so gut wie nicht erkennbar (z.B. Wasserzeichen, Bleistiftskizzen).

Moderne Scansysteme helfen aus diesem Dilemma zwischen Forschung und Bewahrung: Während bei einem einmaligen Scan das Original geschützt und unangetastet bleibt, erhält der Musikforscher mit der digitalen Reproduktion eine äußerst genaue und robuste Kopie des Schriftstücks.

Die Digitalisierung von Manuskripten Franz Schuberts aus dem Bestand der Wienbibliothek hat im Rahmen eines vom Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF) geförderten Projekts und in Zusammenarbeit mit dem Institut für angewandte Musikwissenschaft und Psychologie in Köln (IAMP) sowie mit dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität Wien stattgefunden. Um die Handschriften einer möglichst großen Anzahl von Wissenschaftlern, Musikern und Kulturinteressierten weltweit zur Verfügung zu stellen, haben die Projektteilnehmer entschieden, dass ihre digitalen Reproduktionen im Internet veröffentlicht werden sollen. Die konzeptuelle und technische Entwicklung des Archivierungs- und Publikationssystem für die Digitalisate der Manuskripte wurde vom IAMP übernommen.

Ein Grundgedanke bei dieser Aufgabe war, dass die Software nicht nur die Dateien verwalten und darstellen, sondern die wissenschaftliche Arbeit mit den Handschriften unterstützen soll, indem sie die Bedingungen und Voraussetzungen dieser Arbeit so gut wie möglich am Computer simuliert. Darüber hinaus bietet das System dem Forscher bzw. dem Musiker neue Möglichkeiten mit dem Material zu arbeiten, über die er in einem Archiv bzw. bei der Verwendung von Kopien oder Mikrofiches nicht verfügen kann, wie z. B. in einer sehr kurzen Zeit eine große Menge an Material durchsehen zu können, es nach bestimmten Gesichtspunkten zu ordnen (z. B. nach der Instrumentierung, nach Gattungsbegriffen o.ä.) und zu durchsuchen.

Kooperation zwischen verschiedenen Sammlungen

In den seltensten Fällen befinden sich alle Autographe eines Komponisten in einem einzigen Archiv. Meist sind sie über eine Reihe von Sammlungen verteilt; häufig befinden sich sogar einzelne Werkteile oder Blätter in unterschiedlichen Bibliotheken, wie es auch bei den Autographen Franz Schuberts der Fall ist.

Das Archivierungs- und Publikationssystem unter www.schubert-online.at wurde deswegen auch besonders auf diesen Umstand hin optimiert: Dank einer durchdachten Benutzerverwaltung ist es möglich, dass beliebig viele Bibliotheken innerhalb des gleichen Systems ihre Bestände ablegen, verschlagworten und verwalten können.

Die Manuskripte bzw. Manuskriptteile, die sich in verschiedenen Sammlungen befinden, werden vom System automatisch zu einem Gesamtmanuskript des jeweiligen Werkes zusammengefügt. Gleichzeitig bleibt es für den Besucher der Seite stets erkennbar, aus welcher Sammlung der betreffende Werkteil stammt. So kann auch die digitale Reproduktion eines Werkes nun problemlos als Ganzes bestellt werden, wenn sich Teile des Originals in verschiedenen Bibliotheken befinden: Bei einer Bestellung werden die betroffenen Bibliotheken automatisch vom System benachrichtigt.

Technische Umsetzung

Die Digitalisierung in der Wienbibliothek im Rathaus erfolgte entsprechend den internationalen Richtlinien mit einer Auflösung von 300 dpi und einer Farbtiefe von 48 bit. Dazu wurden die Autographe mit einem Synchronlicht-Buchscanner der Firma Cruse gescannt und im unkomprimierten TIF-Format auf externen Festplatten und DVDs gespeichert, die zusätzliche Langzeitarchivierung auf den Servern des Magistrats der Stadt Wien ist geplant.

Das von IAMP entwickelte Archivierungs- und Publikationssystem ist ein auf PHP/MySQL basierendes Content Management System. Es verfügt über eine umfangreiche Benutzerverwaltung und einen Redaktionsbereich, in dem die Digitalisate über http-Upload auf den Webserver geladen, verschlagwortet und zu Werken und Werkteilen zugeordnet werden können. Die digitalen Reproduktionen der Handschriften werden als für die Bildschirmdarstellung optimierte Jpeg-Dateien veröffentlicht. Die Werkzeuge für die Grafikbearbeitung wurden als ImageMagick-Anwendungen realisiert. Die verwendeten Programmstandards sind sowohl lizenzfrei als auch weit verbreitet, so dass die Software ohne großen Aufwand nachträglich erweitert bzw. den sich weiter entwickelnden technischen Bedingungen angepasst werden kann. Sie kann ebenfalls problemlos in andere PHP/MySQL Systeme integriert oder mit Schnittstellen zu anderen Systemen versehen werden.

Die Oper in Italien und Deutschland zwischen 1770 und 1830 - www.opernprojekt.uni-koeln.de

Mit mehr als 350.000 Seiten gehört die Sammlung der digitalisierten Opernhandschriften unter www.opernprojekt.uni-koeln.de zu den größten bisher im Internet publizierten digitalen Handschriften-Sammlungen. Wissenschaftler und Opernliebhaber kommen hier garantiert auf ihre Kosten: Die Manuskripte können nach verschiedenen Kriterien durchsucht, vollständig durchgesehen und sogar seitenweise ausgedruckt werden.
Die Online-Datenbank beinhaltet darüber hinaus Informationen ca. 2900 Opern, welche im Zeitraum von 1770 bis 1830 in Wien, Dresden, Berlin, München und Weimar aufgeführt wurden. Das damalige Repertoire wird in Form von 483 Manuskripten erschlossen, die einen repräsentativen Querschnitt der Opernproduktion der Zeit darstellen. Recherchemöglichkeiten bieten sich nicht nur für die einzelnen Libretti und Opern, sondern auch für die spezifischen Fassungen, die jeweiligen Aufführungsserien und konkreten Aufführungsdaten. Ferner besteht die Möglichkeit, nach Komponisten, Librettisten und Spielstätten zu suchen.
Die Onlinepublikation ist im Rahmen des von der DFG geförderten Projektes "Die Opern in Italien und Deutschland zwischen 1770 und 1830" und in Kooperation mit der Österreichischen Nationalbibliothek, der Staats- und Landesbibliothek Dresden, der Staatsbibliothek zu Berlin, der Bayerischen Staatsbibliothek, dem Thüringischen Landesmusikarchiv sowie dem Musikwissenschaftlichen Institut der Universität zu Köln und dem Romanistischen Institut der Universität Bonn entstanden.
Die technische Realisation wurde vom IAMP bzw. der angegliederten Produktionsfirma IAMP solutions übernommen. Hier wurde das im Rahmen des Projekts "Online Content Management System for Vienna Music Institutions" entwickelte Archivierungs- und Publikationssystem für digitalisierte Notenmanuskripte unter www.schubert-online.at an die vorhandene Datenstruktur angepasst und implementiert.

Publikation der Musikautographe des Arnold Schönberg Centers - www.schoenberg.at/werkdatenbank/

Von Eike Fess, Arnold Schönberg Center Wien

"Seit der Eröffnung im März 1998 ist es dem Archiv des Arnold Schönberg Center ein besonderes Anliegen, seine Bestände einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Rund 10.000 Seiten Musikmanuskripte und etwa die gleiche Anzahl Textmanuskripte bilden den Kern der Sammlung, die durch zahlreiche Sondersammlungsbereiche ergänzt wird. Das Internet hat sich als ideale Möglichkeit zur quellenorientierten Arbeit "aus der Ferne" erwiesen. Das Arnold Schönberg Center stellt dazu umfassende Datenbanken zur Verfügung, welche die Schriften wie auch große Teile des Briefwechsels Schönbergs in Wort und Bild erfassen: nach umfangreichen Digitalisierungsprojekten stehen bereits wesentliche Teile des Archivs, sowie Schönbergs in der Library of Congress, Washington D.C., aufbewahrter Briefnachlass online zur Verfügung. Die erst kürzlich hinzugekommene Datenbank musikalischer Werke, welche durch IAMP solutions aus Köln technisch realisiert wurde, gibt dem Benutzer die Möglichkeit, neben der Suche nach Daten und Werktiteln auch Besetzungen oder Papiersorten zu recherchieren. Insbesondere sollen die komplexen Zusammenhänge unterschiedlicher Quellensorten wie Skizzen, Niederschriften, Reinschriften und Korrekturfassungen durch übersichtliche Darstellung wie erläuternde Texte transparent gemacht werden. Neben einer Übersicht der Archivbestände werden in einem Referat bei der GFM-Tagung 2007 vor allem neue Möglichkeiten der datenbankbasierten Online-Präsentation von Manuskripten vorgestellt, die sich neben dem Arnold Schönberg Center in modifizierter Weise bereits für die Schubert-Sammlung der Wienbibliothek und das Kölner DFG-Opernprojekt bewährt haben."

Hier erfahren Sie mehr über den neuen Online-Katalog der Werke Arnold Schönbergs:
Internetprogrammierung, Datenbanken, Content Management Systeme. Agentur für Webdesign in Köln - Webdesign für Musik, Kultur und Wissenschaft Newsletter des Arnold Schönberg Centers - "Aus dem Archiv", Seite 4 (PDF)
Webdesign für Musik, Kultur und Wissenschaft, Agentur für Webdesign in KölnW "Multiplex Schönberg. Die Webseite des Schönberg Centers Wien trägt der Vielseitigkeit des Meisters Rechnung" (PDF)
Neue Zeitschrift für Musik 5/2007

Der Online-Katalog wurde im Oktober 2007 bei der Tagung der Gesellschaft für Musikforschung in Köln vorgestellt.

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Von Schuberts Nachlass zu Schubert online - Ausstellung im Wiener Haus der MusikPublikation von Notenmanuskripten und anderen digitalisierten Handschriften
Online-Katalog der Werke Schönbergs bei der GFM-Tagung in Köln

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